Weimarer Juden im Nationalsozialismus

Ortseingang Weimar, 1935. (Foto: Stadtarchiv Nürnberg)

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 nahm die antisemitische Hetze auch in Weimar zu. Mitte März begann die SA die erste Boykottkampagne gegen jüdische Geschäfte, die in den reichsweit organisierten Boykotten vom 1. bis 3. April 1933 mündete. Nach den Nürnberger Rassengesetzten wurden während der antijüdischen Pogrome am 9./10. November 1938 allein aus dem damaligen Mitteldeutschland 9828 jüdische Männer und Jungen in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Im Rahmen dieser Pogrome wurden die letzten jüdischen Geschäfte in Weimar “arisiert”. 1941 erfolgte die Kennzeichnung mit einem gelben Stern und die Zusammendrängung jüdischer Familien und Alleinstehender in “Judenhäuser”. 1942 begannen über das “Sammellager” im Marstall die Deportationen. Ein erster Transport, darunter 19 Weimarer Juden, verließ Weimar am 10. Mai 1942 in Richtung Belzyce.

Kosten:
2-3 stündiger Rundgang: 100,- €

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